Autor: Anna

Widerstand

Die Compagnie Nomades aus der Nähe von Soissons, Frankreich wird im März 2023 an mehreren Orten des Landkreises Schaumburg ihr Stück “Resistance(s) / Widerstand” in deutscher Sprache aufführen. Dabei wird sie tatkräftig unterstützt durch die “Schaumburger Bühne” und den Theaterverein “JuST”. Resistance – ein Theaterstück von Jean Bernard Phillippot “Widerstand” setzt das Schicksal der Mitglieder der Weißen Rose in Deutschland mit dem Schicksal der französischen Resistance-Mitglieder in Beziehung, die sich zwischen 1942 und 1943 ihren jeweiligen Regierungen entgegenstellen, den Nazis auf der einen Seite, dem Vichy-Regime auf der anderen. Premiere ist am 12. März auf dem Rittergut Remeringhausen Reservierungen unter www.just-theater.de oder telefonisch unter 0173 9975154

Start in die neue Saison

Mit einer leeren Bühne fängt es immer an, dann füllt sich die Bühne mit Menschen, mit Leben und mit Geschichten. Die Sommerferien waren vorbei und was uns sechs Wochen lang gefehlt hatte, konnte endlich wieder gelebt werden. Sich wiedersehen, alte und neue Gesichter und der Wunsch gemeinsam ein Stück einzustudieren, mit dem wir den Zuschauer für ein paar Stunden einladen mit uns in eine andere Welt mit einer neuen Geschichte einzutauchen. „Ein ungleiches Paar“ von Neil Simon so heißt das Stück, dass wir uns im Mai ausgesucht haben und uns von der ersten Sekunde an fesselte. Die Geschichte beginnt mit einem wöchentlichen Spieleabend bei der nicht unbedingt ordnungsliebenden Olive in einem New Yorker Appartement. Als ihre Freundin Florence völlig aufgelöst nach einem Ehestreit in der Wohnung erscheint, nimmt Olive sie kurzerhand bei sich auf. Doch schon bald bereut Olive ihre Hilfsbereitschaft, denn Florence entpuppt sich als perfekte Hausfrau mit einem Hang zu Desinfektionsmitteln, die überall penibel aufräumt und gerne aufwändig kocht und über alle möglichen Wehwehchen klagt. Neil Simon amüsiert mit gegensätzlichen Charakteren, Wortwitz und …

Zwei Bühnen – ein Stück

Mit freundlicher Genehmigung der Verbandszeitschrift „Rampenlicht“ des Niedersächsischen Amateurtheaterverbands. Die Schaumburger Bühne und die Leine-Bühne Hemmingen haben unabhängig voneinander die Komödie „Der Revisor“ von Nikolai Gogol auf die Bühne gebracht. Beide Regisseure wurden von Regine Müller zur Inszenierung befragt.   Den vollständigen Artikel können Sie hier im Original lesen. http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/rampli_2016-1.pdf

Erstes Theater-Event im alten Güterbahnhof Meppen

Meppen. Eine Premiere erlebt hat der alte Güterbahnhof in Meppen: Zum ersten Mal wurde in den Räumen ein Theaterstück aufgeführt. Die Schauspielgruppe „Schaumburger Bühne“ präsentierte das Stück „Die Tatortreiniger“, basierend auf der gleichnamigen NDR-Serie. Bereits kurz nach der Ankündigung waren die rund 100 Plätze laut den Veranstaltern André Dausin und Jens Menke ausverkauft. „Die unkomplizierte, beherzte Herangehensweise der Schauspieler an die drei Kurzstücke war erfrischend und äußerst humorvoll“, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit selbst gestalteten Bühnenbildern sowie Kostümen kassierte die Truppe um Regisseur Peter Reinhold Szenenapplaus und viele laute Lacher aus dem Publikum. Der Tatortreiniger Schotty (Oliver Beckers) muss sich nicht nur mit einem ruhmsüchtigen und hochnäsigen, aber erfolglosen Schriftsteller (Betina Handelsmann) auseinandersetzen, sondern auch dem Bestechungsversuch einer scheinbar harmlosen, über 85-jährigen Villenbesitzerin (Anna Schönbeck) widerstehen, die er einer schlimmen Tat überführt. Das Stück gipfelt in der letzten Episode „Ganz normale Jobs“, als Schotty und eine Prostituierte (Regine Müller) kaum bekleidet sich sehr nahe kommen und über die wahre Liebe nachsinnen. Kultstatus Die Erwartungen an das Stück mit drei Episoden waren hoch, schließlich genießt …

Und jährlich grüßt das Murmeltier

“Und jährlich grüßt das Murmeltier“ Schon wieder Februar? Das neue Semester hat begonnen und somit auch die alljährliche Suche nach einem neuen Stück für die kommende Saison. So wird sich zuhause vor den Rechner gesetzt, um sich durch den Dschungel der unzähligen Verlage und Stücke zu arbeiten, die das Internet so hergibt. Etwas Neues muss her. Ein Stück, in dem alle, die mitspielen möchten ihre Einzigartigkeit zum Ausdruck bringen können. Jeden Montag wird nun der Laptop eingepackt und mit der Hoffnung zur Probe gefahren, dass irgendjemand fündig geworden ist. Im letzten Jahr wurde ein „Stückekomitee“ gegründet. Und Nadine hat ihn dann gefunden unseren „Revisor“. Diesmal scheint es einfach nicht klappen zu wollen. Wir haben schon Mitte April und ein Ende ist nicht in Sicht. Langsam macht sich Ernüchterung breit. Dabei haben wir doch schon so schöne Stücke gespielt. Mmmh, wie wäre es mal wieder mit etwas Klassischem: Kleist oder Molière? Oder doch lieber ein französisches Stück wie das Sparschwein von Labiche? Auch Woody Allen mit der „Mitsommernachtssexkomödie“ war ein Erfolg. Ein italienisches Stück wie „Kaviar …

Amateurtheatertage Baltrum 2015 – “Juristische Zauberei”

Mit „Hokuspokus“ von Curt Goetz hat sich das Schaumburger Ensemble an ein großes Stück Theater gewagt, das aber mit etlichen Vorurteilen zu kämpfen hat: Alt und verstaubt, schwer zu spielen und umzusetzen, die Handlung ist verworren und nicht immer in jedem Moment nachvollziehbar – aber es ist ihnen mit Bravour gelungen, diese Vorbehalte zu aufzulösen. (…) Es ist immer ein schwieriges Unterfangen, alte Stücke für das Theaterpublikum von heute aufzubereiten. Sie enthalten oft Längen und meist auch streckenweise schwer nachvollziehbare Handlungsstränge. Das macht es nicht immer leicht, das Publikum bei der Stange zu halten. Und trotzdem ist es den Schaumburger Schauspielern gelungen, die Spannung während der Aufführung dieses Justizstücks zu halten. Sie haben sich dafür entschieden, auf Kürzungen zu verzichten und das Stück so wie es geschrieben wurde, auf die Bühne zu bringen. (…) Beeindruckend war das Spiel von Regine Müller, die die Angeklagte Agda Kjerulf spielte. Während der gesamten Gerichtsverhandlung hatte sie einen exponierten Platz ganz vorn am Bühnenrand, war aber zu jedem Zeitpunkt 100 Prozent Agda. Ausgesprochen beeindruckend gespielt wurden auch die Plädoyers …

“Der Revisor” Premièrenkritik im Rampenlicht

(…) Die Schaumburger Bühne hat in einem rasanten Spiel das Treiben in einer Kleinstadt auf die Schippe genommen und auf die Bühne der IGS Obernkirchen gebracht. Premiere war am 28.11. 2015 . Das bestens aufgelegte Ensemble spielte unter der Regie von Jürge Morche mit Verve und Engagement das nicht einfache Stück. Bürgermeister (Peter Reinhold) und der vermeintliche Revisor Chlestakow (Oliver Beckers) umrundeten sich wie zwei Sumo-Ringer vor dem Kampf,beide in Furcht um ihre Existenz, der eine, um seine Machenschaften, der andere umseine Zechprellerei zu verschleiern. Schulrat (Andreas Watermann), Richter (Camilo Greuel), Poststellenleiterin (Sylvia Spilker), Krankenhausverwalterin (Evi Dopheide), Ärztin (Claudia Quintern) und das doppelte Faktotum Bobschtinskaja und Dobtschinskaja (Nadine Olivier und Anna Schönbeck) hofieren eine Chimäre, die gar nicht weiß, wie ihr geschieht. Frau und Tochter des Bürgermeisters (Regine Müller und Kristina Mantel) umgarnen den Möchtegern Casanova Chlestakow auf das Heftigste. Am liebsten würden ihn beide heiraten. Der Diener Chlestakows, Osip (gespielt von Markus Bandow), scheint der einzige zu sein, der den Braten riecht und drängt zum Aufbruch, jedoch nicht ohne vorher mit Marfa, dem Dienstmädchen …

Regionale Theatertage in Wolfenbüttel

Schaumburger Bühne zu Gast bei den ersten Regionalen Theatertagen in Wolfenbüttel im Mai 2014. Schaumburger Bühne Kästner modern Viel Spaß hatten die Zuschauer bei dem Kästner Klassiker „Drei Männer im Schnee“, wobei das Publikum am Anfang des Stückes noch nicht recht wusste, wohin der Abend es führen würde. Doch bald wurde klar, worum es ging. Vorurteile der unterschiedlichen Behandlung von arm und reich wurden aufgenommen und diese im Laufe des Stücks durch eine sehr amüsante Spielart dennoch bestätigt. Kurz gesagt: Der Reiche wird gegenüber dem Armen bevorzugt behandelt. Wie auf den Leib geschrieben schien jede einzelne Rollenbesetzung zu sein. Jeder erhält seinen großen Auftritt (oder Abgang) und versteht es bes­tens, seine Figur in Gänze auszuspielen. Fabelhaft, nicht ohne Grund gab es „Standing ovations“ am Ende des Stücks. Super! Weiter so, liebe Schaumburger Bühne. Wir sind in freudiger Erwartung auf das, was ihr uns noch so bieten werdet. Autor: Petra  Freywald Quelle: Rampenlicht 2014 – 2 (Zeitschrift Amateurtheaterverband Niedersachsen)