Was wird hier gespielt ?

Ein Theaterstück von Theo Lingen

Der große deutsche Komödiant zeigte in über 200 Filmen sein Können. Von ernst bis heiter. Seine näselnde Stimme war sein Markenzeichen. Groß geworden auf der Bühne erwarb er sich den Ruf eines superben Charakterkomikers, zuerst in Hannover, auch in Bad Oeynhausen bis hin zum Burgtheater in Wien. Er spielte 1929 in Frankfurt am Main den Macheath in der zweiten Inszenierung von Brechts Die Dreigroschenoper. Er wurde daraufhin nach Berlin geholt, um die Rolle auch in der noch immer mit großem Erfolg laufenden Ur-Inszenierung zu übernehmen. Geboren in Hannover bediente sich Theo Lingen für seinen Künstlernamen des Namens der Geburtsstadt seines Vaters, Lingen (Ems)

Seine akribische Pointenarbeit als Schauspieler brachte ihn dazu, selbst ein Theaterstück zu schreiben: über das Theater – und wenn schon, dann auch gleich über das Boulevard! Typische Szene: Ein Mann – eine Frau – und schließlich der Geliebte, der sich im Schrank verstecken muss, als der Ehemann zu früh nach Hause kommt. Und dann macht er die große Kiste auf, wie es am Theater wirklich zugeht. Wie er es kennen und lieben gelernt hat. Die große Familie. In seinem Theaterstück können Sie Teil davon werden, nicht nur Zuschauer. Ein großer Trick und auch ein großes Geschenk von ihm an uns, sein Publikum. Dazu laden wir von der Schaumburger Bühne Sie herzlich ein. Vorhang auf für einen „Theateredelstein“, für Theo Lingens  „Was wird hier gespielt?“

 

 

(Theo Lingen, Karikatur von Hans Pfannmüller, 1976)